Altersvorsorge – sichern Sie sich frühzeitig ab und beugen Sie Altersarmut vor

Altersarmut ist in der Gesellschaft präsent und bereits heute kann eine nicht unbedeutende Anzahl an Senioren, die über viele Jahre hinweg in die Rentenkasse eingezahlt haben, nicht von ihrer Rente leben. Die Zukunftsaussichten nicht nicht so positiv, wie man sich das wünschen würde. Armut im Alter kann viele Menschen treffen, selbst Personenkreise, die aus besser gestellten Verhältnissen kommen, können in die Armutsfalle rutschen.

Eine Rechnung hat ergeben, dass Berufstätige, die vier Jahrzehnte in die gesetzliche Rentenkasse eingezahlt haben und hier einen Beitrag von ca. 177.000 EUR geleistet haben, am Ende eine Rente in Höhe von 1.027 EUR erhalten, wobei von diesem Betrag noch Steuern und Krankenversicherungsbeiträge abzuziehen sind. Das Ergebnis ist für viele ernüchternd, die nach jahrzehntelanger Einzahlung in die Rentenkasse diesen Rentenbezügen entgegensehen.

Ursachen für Altersarmut und wer ist besonders gefährdet

Es wundert nicht, dass vor allem Frauen im Rentenalter nicht selten auf Grundsicherung angewiesen sind. Aufgrund der Kindererziehung “nur” in Teilzeit gearbeetet oder aufgrund einer Tätigkeit im Niedriglohnsektor, gehören sie unbestritten zur Risikogruppe. Auch bei einer Scheidung haben Frauen häufig das Nachsehen, weil sie als Alleinstehende finanziell mittellos zurückbleiben und aufgrund der Kindererziehung schwierig eine Vollzeittätigkeit ausführen können.

Auch Selbständige sind oftmals von Altersarmut betroffen, denn Selbstständige vernachlässigen häufig die Altersvorsorge, zumal in der Regel keine Versicherungspflicht bei der gesetzlichen Rentenkasse besteht. Es wird nicht selten am falschen Ende gespart, trotz solider Umsätze. Freiwillige Beitragszahlungen von Selbstständigen werden ausgelassen, weil bereits hohe Summen in eine Berufsunfähigkeitsversicherungen zu entrichten sind und so vermeintlich wenig Spielraum für die Rentenversicherung besteht.

Aber auch Angestellte, die aufgrund eines festen Arbeitsverhältnisses kontinuierlich Beiträge zahlen, sind ebenfalls nicht von der Altersarmut ausgeschlossen. Die gesetzliche Rentenversicherung ist nur als ein Pfeiler der Rentenvorsorge zu sehen, zusätzliche Absicherung ist geboten. Anderenfalls kann es im Alter zu einem finanziellen Abstieg kommen, trotz jahrzehntelanger fleißiger Arbeit.

Staatliche Förderungen und die Bedeutung der Rentenkasse in der Zukunft

Der Staat hat in den letzten Jahrzehnten die Höhe der Rentensumme immer wieder nach unten angepasst, was direkt als Hinweis verstanden werden kann, sich selbst und zusätzlich um die Altersvorsorge zu kümmern. Angebote, wie die Riesterrente, sind dabei in den letzten Jahren nicht sonderlich beliebter geworden, gewähren aber eine Bezuschussung und steuerliche Vergünstigungen. Der Staat bezuschusst die Riesterrente mit Zulagen und steuerlichen Begünstigungen mit bis zu 2100 EUR.

Die Rente im Wandel der Zeit – Wie sieht die politische und gesellschaftliche Entwicklung aus?

Die Zukunft über die Höhe der Rente ist ungewiss, ab 2021 wird es neu eine Grundrente geben, wobei die Auszahlungen etwas dauern dürften, da der organisatorische Aufwand immens ist.  Die Behörden vergleichen die Einkommensverhältnisse mit der Rentenversicherung ab und errechnen daraus eventuell bestehende Ansprüche. Vor allem Frauen wird diese Regelung zugute kommen. Doch auch die Grundrente ändert nichts an der Notwendigkeit zusätzlich privat vorzusorgen. Denn die Höhe ist auch bei Aufstockung insgesamt bescheiden.

Die Politik wird neue Lösungen suchen und finden müssen, um dem demografischen Wandel in der Gesellschaft Rechnung zu tragen und auch das Ungleichgewicht zwischen Beitragszahlern und Menschen im Ruhestand zu mildern. Eine stetig wachsende Lebenserwartung steht einer immer kleiner werdenden Zahl an Beitragszahlern gegenüber.  Nicht immer werden Änderungen in der Rentenpolitik dabei zugunsten der Senioren getroffen werden können, denn die Kostenlast muss auch für die kommenden Generationen tragbar sein.

Die gesetzliche Rente ist weiterhin ein wichtiger und unabdingbarer Stützpfeiler, wird jedoch einer nicht unbedeutenden Zahl an heutigen Rentnern und Rentnern der Zukunft nicht die Rentenbezüge bieten können, die einen soliden Lebensstandard gewährleisten.  Mit einer möglichst frühen privaten Vorsorge lassen sich die niedrigen Renten ausgleichen.

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